Leiden in Liedern, von Andi Hörmann

Der Radiojournalist Andi Hörmann hat zwei schöne Sendungen über Traurigkeit und Leiden in der Popmusik gemacht. Sehr zu empfehlen! Hier kann man sie nachhören:
http://www.deutschlandfunk.de/popmusik-leiden-in-liedern.807.de.html?dram:article_id=398946
Aristoteles verlangt in seiner Poetik von einer guten “Fabel” , also einer guten Geschichte, die Katharsis des Zuschauers bzw. Lesers, also seine innere “Reinigung” von Affekten wie z. B. Wut, Schrecken, Trauer und Angst. Das geschieht, wenn die Geschichte bzw. das Drama solche Gefühle transportiert. Und das kann man, wie Andi Hörmann zeigt, getrost auf das Lied übertragen, bei dem ja auch noch die Musik als Supersprache dazu kommt.  Mir hat Andis Arbeit sehr gut gefallen. Auf seiner Website schreibt der Deutschlandfunk zu seiner Sendung:

“Von Björk über Kurt Cobain bis zu Christiane Rösinger: Pop-Songs transportieren seit jeher schmerzhafte Emotionen. Wie verarbeiten Musiker Seelenqualen in ihren Kompositionen? Und spenden die Songs eine Form von Trost? Das Leiden in Liedern ist für Künstler eine Transformation – für die Hörer eine Transzendenz.”

 

18. Dezember, 2017

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