Archiv: Aufgelesen

Leiden in Liedern, von Andi Hörmann
18. Dezember 2017 | Aufgelesen  

Der Radiojournalist Andi Hörmann hat zwei schöne Sendungen über Traurigkeit und Leiden in der Popmusik gemacht. Sehr zu empfehlen! Hier kann man sie nachhören:

http://www.deutschlandfunk.de/popmusik-leiden-in-liedern.807.de.html?dram:article_id=398946

Aristoteles verlangt in seiner Poetik von einer guten “Fabel” , also einer guten Geschichte, die Katharsis des Zuschauers bzw. Lesers, also seine innere “Reinigung” von (…) weiterlesen

Trump verschenkt angeblich Elefantenschwanz
29. November 2017 | Aufgelesen  

Dieser Link hier führt zu einem hübschen Foto:

https://secure.avaaz.org/campaign/de/trump_vs_elephants/?akSjpjb

Ein Elefantenjäger und seine Frau mit dem getöteten Tier. Ist das nicht nett? An solchen Wesen wird die Welt genesen, nicht wahr? Eigentlich muss man diesen Mann mit seinem tollen Gewehr „Elefantenmörder“ nennen, denn die Tötung geschah erstens vorsätzlich … (…) weiterlesen

Gutes Wetter am 6. August 1945
06. August 2015 | Aufgelesen  

Heute Morgen habe ich im Radio einen “Text” gehört, der mir unter die Haut ging, und der unsere Zivilisation und unser menschliches Wesen und Treiben dermaßen blattschussmäßig auf den Punkt bringt, dass man schreien und toben möchte. Er lautet:
“Es war ein herrlicher, sonniger Tag, ideal für einen Bombenangriff ….”
So sprach der Bombenschütze der Enola Gay (…) weiterlesen

„Günther Jauch“ – lebst du noch oder klatscht du schon?
10. März 2015 | Aufgelesen  

Gestern, nach unterirdischem Tatort, bin ich bei „Günther Jauch“ hängen geblieben. „Putin auf dem Weg in die Diktatur?“ So ähnlich. Es ging vor allem um den Mord an Boris Nemzow. Seine Tochter war unter den Gästen. Dazu Menschen, die sich vom Kreml bedroht fühlen und Menschen, die für einen Ausgleich mit Russland plädieren. Und russische und deutsche Medienmenschen. Brisantes Setting, ernstes Thema, will ich jetzt nicht vertiefen. Nur dies: SIE HABEN WIEDER GEKLATSCHT.
Ich meine die Masse, die man zu solchen Anlässen in ein ARD oder ZDF-Studio karrt, um der Veranstaltung so etwas wie einen seriösen Öffentlichkeitscharakter zu geben. Ich meine die Leute. Die haben geklatscht.
„Eine solche Sendung wäre im russischen Fernsehen niemals möglich“ – sie klatschen. „Mein Freund Boris hatte Angst, dass Putin ihn töten lässt“ – sie klatschen. (…) weiterlesen

Der „master of war“ und sein Poet – Jimmy Carter lobt Bob Dylan
06. März 2015 | Aufgelesen  

Herbert und ich sind heute Abend mal wieder die ersten am Stammtisch. „Bob Dylan hat einen Preis gekriegt, hast du’s gelesen?“ Ich schieb mein Bier zur Seite und dreh’ die Zeitung so, dass Herbert Schlagzeile und Foto sehen kann. Der löffelt ungerührt Zucker in seinen Espresso. „Irgendeinen Grammy“, sag ich. „Und weißt du, wer die Preisrede gehalten hat? Jimmy Carter.“

„Und was hat er gesagt?“

„Dass Dylans Worte über Frieden und …“ Ich dreh die Zeitung wieder um und lese vor. „Dass Bob Dylans Worte über Frieden und Menschenrechte weit prägender, machtvoller und bleibender seien, als alles, was von amerikanischen Präsidenten je zu diesen Themen kam.“ Ich strahle zu Herbert hinüber. „Super, oder? Ich meine: Bob Dylan! Hör mal, Herbert!“

„Ja, ganz hübsch.“ Herbert rührt in seinem Espresso herum. „Aber kein Kunststück.“

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